Standby-Verbrauch (auch Phantom-Last oder Leerlaufverlust genannt) ist der Strom, den Geräte verbrauchen, die ausgeschaltet, aber noch eingesteckt sind. Laut dem Lawrence Berkeley National Laboratory macht der Standby-Verbrauch 5–10 % des gesamten Haushaltsstromverbrauchs aus — das kostet den durchschnittlichen Haushalt 80–200 Euro pro Jahr. Eine typische Spielkonsole im Instant-On-Modus verbraucht kontinuierlich 10–15 W, während eine Kabel-Set-Top-Box selbst bei Nichtnutzung 15–45 W zieht.
Wie viel verbrauchen Geräte im Standby?
Moderne Elektronik ist auf Komfort ausgelegt — Fernseher mit Sofort-Ein-Funktion, dauerhaft lauschende Smart Speaker, Router, die nie schlafen. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass der Standby-Verbrauch weltweit 5–10 % des Haushaltsstromverbrauchs ausmacht. In Deutschland berichtet die Verbraucherzentrale von durchschnittlich 100 Euro jährlichen Standby-Kosten pro Haushalt. Besonders tückisch: Viele Geräte lassen sich gar nicht vollständig ausschalten und ziehen trotz vermeintlichem Aus-Zustand weiter Strom. Allein ein älterer Receiver kann im Standby so viel verbrauchen wie eine LED-Lampe im Dauerbetrieb.
Wie reduziert man den Standby-Verbrauch?
Die effektivste Lösung ist eine Steckdosenleiste mit Ein-/Ausschalter. Gruppieren Sie Geräte nach Nutzungsmuster — Entertainment-Center, Büroausstattung, Küchengeräte — und schalten Sie die gesamte Leiste bei Nichtgebrauch ab. Smart-Stecker mit Zeitsteuerung können dies automatisieren. Schon das Ausstecken von Ladegeräten, wenn sie nicht laden, macht einen Unterschied. Prüfen Sie mit unserem Energiepreissimulator, wie sich steigende Strompreise auf Ihre Standby-Kosten auswirken, und erfahren Sie, wie selbst kleine Einsparungen über die Jahre wachsen.